Uuuuups

Huiuiuiuuiu, da ist mir die Zeit aber davon gerannt. Meine Lieben, was soll ich sagen: es gab in den letzten Monaten einfach wenig worüber es sich zu berichten lohnt. Nach meinem letzten Blog-Eintrag kam der Abschied von meiner lieben Julia ganz schnell und damit ein Moment in dem ich das eine oder andere Tränchen vergossen habe. Aber so ist das Leben. Ich habe auch durch meinen Job wieder viele neue Leute kennen gelernt und bin so unter guter Gesellschaft geblieben. Mein Leben war wieder sehr ähnlich dem Euren: Arbeiten, Essen, Bierchen trinken, schlafen. Aufregend wurde es erst wieder, als ich Cliff kennengelernt habe. Er war Kunde bei mir im Restaurant. Plötzlich hatte ich seine Handynummer und zwei Tage später haben wir uns auf einen Drink getroffen. Cliff ist Kiwi aber schon vor ein paar Jahren nach Australien gezogen. Das klang erstmal nicht übel, denn mein Ticket nach Australien war zu dem Zeitpunkt eh schon gebucht. Wir haben uns wirklich gut verstanden und hatten vor uns wieder zu sehen. Ein wenig verrückt habe ich mich verhalten, als ich mich dazu entschieden habe, für ein Wochenende mit ihm an die GoldCoast in Australien zu fliegen. Aber das passiert wohl, wenn man kein derlei Verpflichtungen hat. Also hat er mir ein bisschen Brisbane und Surfers Paradies gezeigt, ich habe mein erstes Känguru gestreichelt, wir haben ein tolles Dinner im Cabaret gehabt und ich bin am Montag wieder nach Wellington geflogen. Wir beide waren im Moment des Abschieds echt traurig, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich mir, dass es jetzt eh vorbei ist. Ich lebe in Wellington, er in Perth. Wird nie klappen. Doch ich wurde überrascht. In der Zeit in der wir in zwei verschiedenen Ländern lebten haben wir trotzdem jeden Tag telefoniert und uns besser kennengelernt. Ich würde nicht behaupten, dass es einfach war, doch es hat sich gelohnt. Nachdem meine Zeit in Wellington abgelaufen war und ich ein gutes Sümmchen zusammen sparen konnte, bin ich wieder in den Flieger, gestiegen. Einfach war es nicht, denn mein Flug hatte vier Stunden Verspätung, wodurch ich zwei Anschlussflüge verpasst habe. Aber endlich in Perth angekommen, habe ich kaum fassen können, ihn endlich wieder zu sehen. Plötzlich fiel mir auf, wie sehr ich ihn denn dich vermisst habe. Also haben wir eine gute Woche in Perth verbracht. Ich war sofort verliebt in diese Stadt. Und wohl auch ein bisschen in Cliff. Dieser Urlaub hat mir nach den fünf Monaten in denen ich wirklich ausschließlich gearbeitet habe, so wahnsinnig gut getan. Ich war raus aus dem schlechten Wellington-Wetter, ich habe endlich wieder mal was erlebt, etwas anders als Toast und 2-Minuten-Nudeln gegessen (Ich hab ihm sogar Bouletten mit Kartoffeln und Bohnen gekocht). Ich war wieder so richtig ich. Bin laufen gegangen, hatte Spaß Dinge zu erkunden und zu probieren und habe die Sonne genossen. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie sehr ich mich in Wellington verändert und verloren habe. Ich war Dauer deprimiert von dem wirklich schlechten Wetter, habe nur noch gearbeitet, meine Freunde sind nach und nach alle abgehauen, sodass ich am Ende fasst nur noch allein war. Ich wusste nicht mehr wirklich, warum ich das alles mache. Doch Cliff und Australien haben mir wieder gezeigt wofür. Ich war einfach so glücklich. Doch auch dann kam wieder der Abschied. Ich flog zurück nach Wellington, er blieb in Perth. Aber es war anders. Ich wusste, ich bleibe nicht dort. Online habe ich nämlich Nadine kennengelernt und wir haben beschlossen unsereb Roadtrip auf der Südinsel zusammen zu machen. Gesagt, getan. Ich bin also vor zwei Wochen auf die Fähre und runter auf die Südinsel, wo ich Nadine dann auch endlich persönlich kennengelernt habe. Und dann ging es los...raus aus Wellington, keine Arbeit, im Auto schlafen und auf öffentlichen Toiletten Geschirr spülen...

10.10.16 23:55

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