Erster Halt: Whangarei

Was für ein Tag! Gestern gegen 20:30 Uhr sind wir im 'Hostel' in Whangarei angekommen. Das Hostel hat sich dann als etwas größeres Haus herausgestellt, das von einem Ehepaar geführt wird, 5 Gäste, zwei Toiletten und eine kleine Küche. Es wirkte schon sehr gemütlich. Wir haben uns aber nur noch schnell Nudeln gekocht und sind dann ins Bett. Meine erste Nacht außerhalb Aucklands war großartig. Es war einfach so still. Kein Hostellärm, keine Autos, keine Sirenen. Nur ein paar Grillen und morgens die Vögel. Ich habe seit langem wieder richtig durch geschlafen und war morgens total erholt. Ich merke echt, was mir gefehlt hat, vor allem, weil jetzt auch der Arbeitsstress komplett weg ist.Nach einem kleinen Frühstück haben wir uns gegen 9:30 Uhr auf den Weg gemacht und sind erstmal zum nächsten Pak'nSave gelaufen, um uns ein wenig Verpflegung für den Tag zu besorgen. Da waren wir dann schon fast 30 Minuten unterwegs. Wir haben uns dann vorgenommen zu den Whangarei Falls, also Wasserfall, zu laufen. Der Plan ließ sich nicht ganz so einfach umsetzen, wie wir das gedacht haben. Nach knapp 2 Stunden Fußmarsch, fiel uns auf, dass wir den total Umweg gelaufen und quasi im Kreis gelaufen sind. Aber die Landschaft war schon echt schön, sodass wir einfach immer weiter gelaufen sind und gegen halb eins dann auch endlich bei den Wasserfällen ankamen. Es war der erste echte, richtige Wasserfall, den ich so gesehen habe, also brauchte ich erstmal eine Minute, um das alles einzufangen. Wir haben dann kurzer Hand unsere Bikinis angezogen und sind ein bisschen ins Wasser. So geil war das Wasser dann aber doch nicht, also haben wir es bei den Füßen belassen. Nach den typischen Touri-Fotos haben wir eine kleine Snackpause gemacht und sind dann auch wieder los. Diesmal sind wir dann auch den richtigen Weg gegangen und kamen auch an der richtigen Straße raus. Mit der Karte in der Hand und dem leicht verzweifelten Blick im Gesicht, weil wir nicht wussten in welche Richtung wir der Straße folgen sollten, müssen wir schon ziemlich verloren ausgesehen haben, denn ein Opi hielt direkt an und wollte uns helfen. Wir haben ihm dann alles erklärt und er hat uns direkt angeboten, uns mitzunehmen. Also sind wir rein und haben uns zu den AbbeyCaves bringen lassen.(Für alle Beunruhigten an dieser Stelle: Hitchhiken, also trampen, ist hier in Neuseeland vollkommen normal. Jeder hitchhiked über längere Strecken und die Leute sind super nett und hilfsbereit. Wir machen des trotzdem nur, wenn wir zu zweit sind und uns die Person, die anhält auch sympathisch ist).Bei den Abbey Caves angekommen, wollten wir in die drei Höhlen, die voller Glühwürmchen sein sollen, klettern. Dort angekommen, war uns die Sache dann doch nicht si sicher, weil es einfach stockdunkel und extrem rutschig war. Wir hatten dann doch zu viel Angst uns zu verletzen. Mit anderen Schuhen und vielleicht einer besseren Lampe, hätte ich echt Lust gehabt. Aber so war mir das echt zu krass.Also haben wir uns doch auf den Rückweg gemacht und sind nach 8 Stunden und knapp 20 km zu Fuß komplett verschwitzt und dreckig wieder im Hostel angekommen. Da wir morgens schon wieder ausgecheckt sind, wollten wir uns nur kurz frisch machen, vielleicht nochmal eine Stunde sitzen und dann wieder los zum Bus. Als wir aber angekommen sind, erklärte uns der Besitzer, dass wir nur auf die Toilette dürften. Die Küche dürften wir nicht mehr betreten. Wir haben dann ein paar Klamotten geschnappt und uns schnell umgezogen, da kam dann nochmal die Aussage, dass er nicht duschen dürfen. Total gehetzt und genervt, weil der Typ echt die ganze Zeit neben unseren Klamotten gestanden hat, sind wir dann wieder los. An der nächsten Straßenecke mussten wir erstmal unsere zeug sortieren, weil wir im Hostel echt alles nur in die Taschen geschmissen haben. Wir haben also echt mitten auf der Straße, unsere Sachen sortiert. Ich möchte nicht wissen, wie wir ausgesehen haben, aber was hätten wir machen sollen?Anyway, wir hatten also noch knapp 3 Stunden Zeit, bis unser Bus fuhr, also haben wir uns in das einzig geöffnete Restaurant gesetzt und erstmal 2 Stunden lang gegessen, um dann zum Bus zu gehen.Es war ein sehr schöner, aber auch sehr anstrengender Tag. Ich habe wunderschöne Landschaften sehen dürfen, die mich total stark an Tschechien erinnert haben, nur dass da plötzlich einfach eine Palme mitten im Wald steht. Der Wasserfall war echt der Wahnsinn, und auch die Landschaft und die Höhlen waren beeindruckend! Ich habe endlich Neuseeland erlebt. Und erkannt, dass auch nicht alle Neuseeländer freundlich und hilfsbereit sind.Nächster Halt: Paihia

21.2.16 11:31

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