Uuuuups

Huiuiuiuuiu, da ist mir die Zeit aber davon gerannt. Meine Lieben, was soll ich sagen: es gab in den letzten Monaten einfach wenig worüber es sich zu berichten lohnt. Nach meinem letzten Blog-Eintrag kam der Abschied von meiner lieben Julia ganz schnell und damit ein Moment in dem ich das eine oder andere Tränchen vergossen habe. Aber so ist das Leben. Ich habe auch durch meinen Job wieder viele neue Leute kennen gelernt und bin so unter guter Gesellschaft geblieben. Mein Leben war wieder sehr ähnlich dem Euren: Arbeiten, Essen, Bierchen trinken, schlafen. Aufregend wurde es erst wieder, als ich Cliff kennengelernt habe. Er war Kunde bei mir im Restaurant. Plötzlich hatte ich seine Handynummer und zwei Tage später haben wir uns auf einen Drink getroffen. Cliff ist Kiwi aber schon vor ein paar Jahren nach Australien gezogen. Das klang erstmal nicht übel, denn mein Ticket nach Australien war zu dem Zeitpunkt eh schon gebucht. Wir haben uns wirklich gut verstanden und hatten vor uns wieder zu sehen. Ein wenig verrückt habe ich mich verhalten, als ich mich dazu entschieden habe, für ein Wochenende mit ihm an die GoldCoast in Australien zu fliegen. Aber das passiert wohl, wenn man kein derlei Verpflichtungen hat. Also hat er mir ein bisschen Brisbane und Surfers Paradies gezeigt, ich habe mein erstes Känguru gestreichelt, wir haben ein tolles Dinner im Cabaret gehabt und ich bin am Montag wieder nach Wellington geflogen. Wir beide waren im Moment des Abschieds echt traurig, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich mir, dass es jetzt eh vorbei ist. Ich lebe in Wellington, er in Perth. Wird nie klappen. Doch ich wurde überrascht. In der Zeit in der wir in zwei verschiedenen Ländern lebten haben wir trotzdem jeden Tag telefoniert und uns besser kennengelernt. Ich würde nicht behaupten, dass es einfach war, doch es hat sich gelohnt. Nachdem meine Zeit in Wellington abgelaufen war und ich ein gutes Sümmchen zusammen sparen konnte, bin ich wieder in den Flieger, gestiegen. Einfach war es nicht, denn mein Flug hatte vier Stunden Verspätung, wodurch ich zwei Anschlussflüge verpasst habe. Aber endlich in Perth angekommen, habe ich kaum fassen können, ihn endlich wieder zu sehen. Plötzlich fiel mir auf, wie sehr ich ihn denn dich vermisst habe. Also haben wir eine gute Woche in Perth verbracht. Ich war sofort verliebt in diese Stadt. Und wohl auch ein bisschen in Cliff. Dieser Urlaub hat mir nach den fünf Monaten in denen ich wirklich ausschließlich gearbeitet habe, so wahnsinnig gut getan. Ich war raus aus dem schlechten Wellington-Wetter, ich habe endlich wieder mal was erlebt, etwas anders als Toast und 2-Minuten-Nudeln gegessen (Ich hab ihm sogar Bouletten mit Kartoffeln und Bohnen gekocht). Ich war wieder so richtig ich. Bin laufen gegangen, hatte Spaß Dinge zu erkunden und zu probieren und habe die Sonne genossen. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie sehr ich mich in Wellington verändert und verloren habe. Ich war Dauer deprimiert von dem wirklich schlechten Wetter, habe nur noch gearbeitet, meine Freunde sind nach und nach alle abgehauen, sodass ich am Ende fasst nur noch allein war. Ich wusste nicht mehr wirklich, warum ich das alles mache. Doch Cliff und Australien haben mir wieder gezeigt wofür. Ich war einfach so glücklich. Doch auch dann kam wieder der Abschied. Ich flog zurück nach Wellington, er blieb in Perth. Aber es war anders. Ich wusste, ich bleibe nicht dort. Online habe ich nämlich Nadine kennengelernt und wir haben beschlossen unsereb Roadtrip auf der Südinsel zusammen zu machen. Gesagt, getan. Ich bin also vor zwei Wochen auf die Fähre und runter auf die Südinsel, wo ich Nadine dann auch endlich persönlich kennengelernt habe. Und dann ging es los...raus aus Wellington, keine Arbeit, im Auto schlafen und auf öffentlichen Toiletten Geschirr spülen...

10.10.16 23:55, kommentieren

Samoa bis heute

Meine Liebsten, seit meinem letzten Eintrag sind nun zwei Monate vergangen und dafür entschuldige ich mich. Es ist super viel passiert und ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich den Blog einfach vergessen habe.
Um all die Dinge ein wenig chronologisch zusammenfassen zu können, wird das ein langer Eintrag, nur dass ihr vorgewarnt seid


Nach Samoa bin ich für zwei Wochen wieder zurück ins Frienz-Hostel. Da ich nicht so richtig wusste, was ich machen sollte und so wenig Geld wie möglich ausgeben wollte, habe ich in den zwei Wochen im Hostel geputzt, um nicht für meine Unterkunft bezahlen zu müssen. Das war eine ganz spannende Erfahrung, denn in den Monaten vorher, habe ich die Cleaner immer nur dabei beobachtet, wie sie um uns sauber machen und war ein bisschen genervt. In den zwei Wochen war es dann genau anders herum. Es war echt unangenehm den Leuten zu sagen, dass sie nun in diesem Moment bitte ein anderes Badezimmer benutzen müssen, weil ich hier gerade sauber mache. Aber so insgesamt war es ganz entspannt, ich hatte was zu tun und konnte mit zwei Wochen Hostel sparen.
Da Elli zwei Tage vor mir ihren Road-Trip begonnen hat, stand der erste große Abschied bevor. Es war wirklich merkwürdig, sich nach so langer Zeit, die wir zusammen verbracht haben, das letzte Mal zu umarmen. Wir wussten beide, dass uns noch viele Abenteuer bevorstehen. Trotzdem war es irgendwie traurig.
Doch viel Zeit blieb ja auch mir nicht mehr in Auckland, denn Marina und Nicole waren ja schon im Flieger nach Neuseeland. Also habe ich mich Freitag früh um 5 mit Sack und Pack auf den Weg zum Flughafen gemacht, um die beiden abzuholen. Ich war erstmal geschockt, wie viel schwerer mein Rucksack war und wie viel Zeug sich in den vergangenen 4 Monaten angesammelt hat. Am Flughafen habe ich dann ganz ungeduldig die Tafel angestarrt, den Flug gesucht und einfach gewartet. Als ich die beiden dann gesehen habe, sind mir erstmal Tränen in die Augen geschossen. Es war so schön meine Schwestern endlich wieder in den Arm nehmen zu können und vor allem wieder in den Arm genommen zu werden. Als wir den Flughafen erstmal verlassen haben, haben wir das Auto abgeholt und sind zu unserem ersten Hotel gefahren. Es gab so viel zu erzählen, ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte. Wir haben erstmal einen Kaffee getrunken.
Den ersten Tag haben wir in Auckland verbracht, wir sind an meinen Lieblingsstrand gefahren, auf den Mt Eden gelaufen und die ersten Supermärkte unsicher gemacht. Relativ fertig sind wir dann auch schon früh ins Bett gegangen, es war ein langer Tag für uns alle.
Am nächsten Morgen sind wir dann nach Taupo gefahren. Dort war ich in einem Hostel und die beiden Mädels in einem Hotel gleich um die Ecke. Nach dem ganzen Einchecken sind wir ein bisschen durch Taupo gelaufen, zu einem Wasserfall und haben die Natur genossen. Abends haben wir bei mir im Hostel gekocht und sind auf einen letzten Drinks ins Hotel der beiden gegangen.
Schon relativ früh am Morgen sind wir dann zu den Waitomo Glowworm Caves gefahren. Wir haben eine Drei-Höhlen-Tour gebucht. Die ersten zwei waren für mich irgendwie zu langweilig, es ging hauptsächlich um Tropfsteine. Aber in der dritten war es dann wirklich sehr cool, Millionen von Glühwürmchen saßen an den Wänden und an der Decke. Das war sehr beeindruckend und die abschließende Bootsfahrt im Stockdunklen umgeben von den Glühwürmchen war einfach nur schön. Es gab dann wieder ein schnelles Abendessen bei mir im Hostel und dann ist jeder seiner Wege gegangen denn ich muss gestehen, dass ich das kostenlose W-Lan in meinem Hostel unbedingt ausnutzen wollte.
In Taupo sollte man auf jeden Fall im Tongario Nationalpark gewesen sein und das war unser Plan für den kommenden Tag. Leider war Nicole gesundheitlich echt nicht so richtig fit, sodass Marina und ich allein los gelaufen sind. Wir haben uns für einen Zwei-Stunden-Walk entschieden und sind an einem wirklich schönen Wasserfall angekommen. Nach ein paar Fotos und einer kurzen Lunchpause sind wir dann wieder zurück zum Auto haben uns auf den Heimweg gemacht. Nachmittags sind wir dann noch einmal durch den Ort gelaufen und waren anschließend im Restaurant essen.
Next Stop:Wellington. Als wir in der Hauptstadt angekommen sind haben wir uns erstmal über unsere schöne Unterkunft gefreut und das allerbeste war, dass ich einen ganzen Raum nur für mich hatte,das erste mal, seitdem ich Deutschland verlassen habe. Ich war so glücklich darüber und habe es total genossen, einen Film ohne Kopfhörer schauen zu können. Morgens bin ich dann zu meinen zwei liebsten Schwestern ins Bett gekrochen und habe ihr Anwesenheit einfach genossen. Beim Frühstück mit einer wahnsinnigen Aussicht über den Ozean haben wir dann mit unserer "Gastmutter" geschnackt und entschieden, was wir mit dem Tag anfangen wollen. Wir sind dann zu den Weta-Caves gefahren und haben und ein kleines Herr-der-Ringe-Museum angeschaut, dann sind wir auf den Mt Victoria gefahren, haben die Aussicht über ganz Wellington genossen, sind noch ein bisschen gelaufen und haben versucht Robben zu sehen, doch dafür war es noch zu früh. Gut fertig sind wir dann noch fix einkaufen gewesen und haben es bei mir im Zimmer gemütlich gemacht. Am nächsten Morgen sind wir dann in Richtung Zealandia aufgebrochen. In dem riesigen Park sollte es allerlei Vögel geben, die wir leider nicht gesehen haben. Trotzdem war es schön so durch das tiefste Grün mitten in der Stadt zu laufen. Mit einem Kaffee habe wir den Tag ausklingen lassen. Und dann mussten wir auch schon wieder packen.
Am Freitag morgen ging es mir gar nicht gut, denn ich wusste, dass der Abschied ansteht. Im Auto zum Hostel ist mir klar geworden, dass ich ein ganz neues Kapitel beginne. Neue Stadt, keine Freunde und kaum Geld auf dem Konto. Für mich war es das erste mal, dass ich tatsächlich an einen Ort komme, wo ich niemanden kenne und ganz von vorn anfange. Jobsuche, Menschen kennenlernen und überhaupt erstmal klar kommen. Als wir am Hostel angekommen sind und mein Rucksack auf dem Boden stand konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen und habe tierisch angefangen zu weinen. Die Vorstellung, dass Marina und Nicole einfach fahren und ich bleibe war einfach furchtbar. In den gesamten 5 Monaten hatte ich so gut wie kein Heimweh und mir ging es echt gut, doch "zu Hause" vor mir stehen zu haben und verabschieden zu missen hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Naja, die beiden sind dann aber trotzdem gefahren und ich habe mich einfach elend und schrecklich allein gefühlt. Um mich irgendwie abzulenken habe ich mich dann erstmal daran gemacht, meinen Lebenslauf zu ergänzen und zu drucken, denn wie schon erwähnt, ich war so richtig pleite. Nachdem ich mein Hostel für die erste Woche bezahlt habe, hatte ich noch 5,43$.
Zu meinem Glück war genau in diesem Hostel genau an diesem Tag auch Sarah. Mit Sarah habe ich mir in Auckland für fast 6 Wochen ein Zimmer geteilt, sodass ich doch erstmal jemanden hatte, mit dem ich reden konnte und mich somit ein bisschen abgelenkt habe. Mit Sarah bin ich dann auch erstmal einkaufen gegangen und habe mir so erstmal einen Überblick über Wellington machen können.
Beim Abendessen habe ich in der Küche dann auch Julia kennengelernt. Sarah ist dann am nächsten Morgen weiter gezogen und ich habe mich ein aufraffen können, mal zu ein paar Restaurants zu gehen und meinen CV abzugeben. Ich brauchte schließlich wirklich dringend einen Job. Am Sonntag habe ich kurzer Hand Julia gefragt, ob sie mitkommen wollte und zu meinem Glück hatte sie nichts besseres zu tun gahabt und ist mit mir los gelaufen um noch weitere CV's zu verteilen. Wir haben uns auch richtig gut verstanden, was noch viel schöner war.
Am Montag habe ich dann einen Anruf von einem Restaurant und wurde direkt zum Interview eingeladen. Total motiviert habe ich mich dann kurz vor 3 auf den Weg zum Restaurant gemacht und hatte auch ein super Gespräch mit dem Boss, der mich dann direkt zum Probenarbeiten da behalten hat. Die Arbeit hat mir super Spaß gemacht und ich habe mich auch scheinbar gut angestellt, denn ich hatte direkt am Dienstag meinen ersten offiziellen Arbeitstag.
Kellnern in dem Restaurant war noch einmal ganz anders als in Auckland und ich musste ersteinmal eine Menge lernen, doch nach ein paar Tagen war ich echt gut. Sowohl die Kunden als auch mein Boss haben mir super viel positives Feedback gegeben.
Im Hostel habe ich festgestellt, dass ich es sogar ziemlich genieße ganz allein zu sein. Ich habe .ich ab ind zu mal mit Julia getroffen, aber sonst echt viel Zeit allein verbracht und das hat mich überhaupt nicht gestört. Alles lief wieder rund.
Doch nicht sehr lange, denn ich musste feststellen, dass mein Boss zwar echt cool, aber wirklich, wirklich aufbrausend war, sodass es nicht selten vorkam, dass ich oder meine Kollegen in der Küche an geschrien wurden. Und naja, wer mich kennt, weiß ja, dass ich auch ein ganz schön hitziges Temperament habe, sodass es nicht nur einmal ordentlich zwischen uns geknallt hat. Privat haben wir uns echt gut verstanden, nur leider auf der Arbeit nicht. So kam es dann, dass ich mich nach einer neuen Auseinandersetzung entschieden habe, mir etwas neues zu suchen. Wirklich ruhig bin ich dann zu ihm gegangen und habe ihm erklärt, dass ich denke, dass es besser wäre, wenn ich mich nach einem neuen Job umschauen sollte, weil es offensichtlich nicht so wirklich funktioniert, wenn ich weiterhin für ihn arbeite. Darauf hin ist es ganz ausgerastet und hat mich direkt nach Hause geschickt. Das hat mir nochmal gezeigt, dass es eindeutig die richtige Entscheidung war. Am nächsten Tag bin ich dann noch einmal hin und wir haben in Ruhe miteinander gesprochen, er hat sich entschuldigt und mir auch erklärt, dass das absolut nichts mit meiner Arbeit zu tun hat und ich wirklich eine echt gute Kellnerin bin, wir aber einfach beide zu impulsiv und aufbrausend sind um weiterhin zusammen zu arbeiten. Damit konnte ich leben. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon genug gespart, um mich in Ruhe nach einem neuen Job umzusehen. Die nächsten zwei Wochen habe ich echt genossen. Ich habe nochmal super viel eot mit Julia verbracht, die mir innerhalb der vergangen zwei Monate richtig ans Herz gewachsen ist, habe viel Serien und Filme geschaut und wirklich nur gemacht, worauf ich Lust hatte. Meine Jobsuche habe ich nicht ganz so ernst genommen und immer mal nur so ein bisschen was gemacht.
Meinen Geburtstag habe ich dann mit Freunden im Hostel gefeiert u d auch ein paar Leute von der Arbeit kamen vorbe. Nicht spannend aber super schön. Vor allem über die Pakete von zu Hause habe ich mich wahnsinnig gefreut.
Einer der traurigsten Tage kam dann, als ich mich von Julia verabschieden musste. Nach dem zwei Monaten sind wir so gut befreundet, dass ich mir einfach nicht mehr vorstellen konnte, dass sie nicht mehr da ist.
Aber auch den Abschied habe ich irgendwie über lebt, obwohl sie mir echt ganz schön fehlt.
Am Samstag habe ich auch meinen neuen Job begonnen. Ich bin wieder als Kellnerin in einem diesmal sehr feinen Restaurant unterwegs. Das bedeutet für mich schwarzes Kleid zur Arbeit, Haare hoch gesteckt und ein bisschen mehr Make-up als sonst, aber damit kann ich ganz gut leben.

Also meine Lieben, wie ihr feststellen konnte, ich hatte eine Menge Auf und Abs, mir geht es aber jetzt gerade wieder super gut. Und um euch noch eine kleine Neuigkeit mitzugeben, ich habe mich entschieden, nach Neuseeland für ein weiters Jahr nach Australien zu gehen.

Ich verspreche, mit den nächsten Updates werde ich nicht so lang warten und ein paar Bilder kommen auch bald.
Ich hab euch lieb! Und genießt den Sommer, bei mir hier wird es langsam echt kalt und es regnet wahnsinnig viel...

13.6.16 19:29, kommentieren

Going to Samoa

Ihr Lieben,

ich lebe noch! Da auf Samoa mein Handy ueberhaupt nicht funktioniert hat, werde ich euch jetzt gebuendelt erzaehlen, was wir so erlebt haben. Wir sind am Montag, den 29.02 losgeflogen und waren am 10.03 wieder zurueck in Auckland. 

Karla, eine liebe Freundin, hat uns um 14 Uhr zum Flughafen gebracht. Als wir 15:45 zum Boarding wollten, fiel uns auf, dass auf unserem Boarding Pass keine Gate-Nummer steht. Wir sind also zum Gate in Richtung Apia gegangen, bis uns auffiel, dass das irgendwie schon zu ist. Also sind wir gerannt. Das war aber das falsche Gate. In dem Moment war uns klar, dass wir noch 10 Minuten haben, um ans andere Ende des Flughafens zu kommen. Wir sind gerannt, ich glaube so schnell und so lange bin ich seit der Schule nicht mehr gerannt. Völlig kaputt, mit Atemnot und Krämpfen sind wir am richtigen Gate angekommen. Natürlich ging das Boarding erst eine halbe Stunde los. Immerhin hatten wir noch Zeit, wieder runter zu kommen.
Der Flug war für mich ziemlich anstrengend, weil ich kaum Platz hatte und beide Damen neben mir sehr kräftig waren. Und die Landung war ein bisschen unsanft.
In Samoa angekommen hat uns erstmal die Hitze umgehauen. Es war selbst nachts so krass warm, dass wir uns erstmal umziehen mussten.
Mit dem Taxi sind wir dann zum Hotel gefahren, sodass wir schon mal einen kleinen Eindruck von der Insel bekommen konnten. Völlig fertig sind wir dann nur noch ins Bett gefallen!Wetter: bewölkt, ab und zu mal Sonne

Das erste Hotel hier in Apia ist wirklich voll in Ordnung, alles ist echt sauber. Wir hatten zwar über Nacht einen Salamander oder ähnliches als Mitbewohner, aber der blieb in seiner Ecke, also alles kein Problem. Am morgen sind wir dann von einem Hahn geweckt worden und zum Frühstück gegangen. Danach hatte ich ungefähr 20 neue Mückenstiche.
Um mal ein bisschen was über Samoa in Erfahrung zu bringen, sind wir in die Innenstadt gelaufen und mussten uns echt viele Sprüche anhören, wobei 'Nice Tits' noch harmlos war. Tatsächlich waren nicht viele 'Weiße' in der Stadt unterwegs, wodurch wir zwei noch auffälliger waren. Als wir uns dann daran gewöhnt haben, sind wir in eine Touristeninformation, zur Autovermietung und zur Bank gegangen. Zurück im Hotel waren wir nur am Pool und haben gar nichts gemacht. Obwohl die Wolken echt dicht waren, sind wir am ersten Tag schon ordentlich braun geworden. Die Sonne geht hier super schnell unter und dann ist es auch dunkel, weil die Stadt kaum beleuchtet ist, sodass wir an unserem ersten Abend schon um 21:30 Uhr geschlafen haben.

Apia, die Hauptstadt Samoas ist super klein, hat aber alles, was eine Stadt braucht. Die Leute hier sind freundlich, belächeln uns Touristen aber auch, wir wurden auch als hässlich betitelt, weil die Damen sicher nicht damit gerechnet haben, dass wir auch Englisch verstehen. Wir fallen mit unserer weißen Haut schon sehr auf. Auch unsere Körperbau unterscheidet sich, denn die Frauen hier sind sehr kräftig und groß.
Die Taxifahrer sind extrem aufdringlich, und bieten jeden Dienst an, erwarten aber auch immer ordentlich Geld. Trotz allem sind wir gut angekommen. Es gibt hier sehr viele Straßenkatzen und Hunde, die aber erstaunlich gesund aussehen. Elli hat mir verboten, eine Babykatze mitzunehmen

Am naechsten tag sind wir nach dem Frühstück los, um unser reserviertes Auto abzuholen. Das ist hier super easy, aber auch nicht so ganz sicher, denn eine Versicherung oder Ähnliches gibt es hier nicht. Wir sind also ins Auto gestiegen und losgefahren. Unser Ziel war die Ostküste. Die zwei Stunden lange Fahrt, führte und über Berge, durch Wälder und  entlang am türkisen Meer. Schon diese Ausblicke haben sich so sehr gelohnt. Überall standen Palmen, Schweine, Pferde, Bullen, Hunde, Katzen und die verschiedensten Vögel haben sind uns entgegengekommen. Die Küste war wirklich traumhaft, da sich das klare Wasser einfach in tiefschwarzen Steinen gebrochen hat. Während der Fahrt wurde uns klar, dass wir tatsächlich im Paradies angekommen sind. Als wir einen einfach zugänglichen Strand gefunden haben, sind wir direkt ins Meer, plötzlich kamen dann aber tausend Leute, die Geld haben wollten, bei denen wir uns aber nicht sicher wahren, ob die überhaupt ein Recht hatten, Geld zu verlangen, also sind wir wieder rein ins Auto und weiter gefahren. Plötzlich steckte das Auto aber im Sand fest und ein paar Jungs mussten schieben. Als dann alles wieder glatt lief und wir los konnten, haben wir einen von den Jungs vor uns laufen sehen, den haben wir dann kurzer Hand mitgenommen und zu dritt sind wir dann zum nächsten Strand gefahren. Da haben wir zu dritt 20 Tala bezahlt, was umgerechnet 7€ sind, also 2€ für jeden. Wir haben dann erstmal die Badesachen angezogen und sind ins Meer. Ich konnte nicht mehr stehen, aber trotzdem noch meine Füße und den Grund sehen. Das Wasser war so wahnsinnig klar. Wieder konnte ich einfach nur dastehen und mir die Landschaft anschauen, ohne das mir langweilig wurde. Meine neue Kamera wurde auch direkt eingeweiht und wir haben ein kleines Shooting am Strand gemacht. Außer uns war nämlich niemand am Strand. Der Italiener, Mathia, war in dem Moment auch sehr praktisch, um Bilder von uns beiden zu machen.
Dann sind wir noch ein bisschen geschwommen, haben gequatscht und Ball gespielt. Als es uns die Mittagssonne dann doch zu krass wurde, sind wir wieder ins Auto und los zum Swimming hole 'To Sua'. Dieser Platz ist echt besonders. Mitten in einer Wiese ist ein riesiges 10 Meter tiefes Loch, in dem einfach ein natürlicher Pool ist. Das Wasser war genauso klar und türkis wie der Ozean, nur ein wenig kälter. Über eine echt steile Holzleiter konnte man runter klettern und schwimmen. Das ist echt irgendwie magisch gewesen, ich habe so etwas davor noch nie gesehen. Es war echt super schön!

 


Als uns dann der Magen geknurrt hat und wir auch genug Sonne abbekommen haben, haben wir uns gegen 16:30 Uhr auf den Heimweg gemacht und Mathia noch in seinem nächsten Hostel abgesetzt.
Hier in Apia angekommen, sind wir nur schnell einkaufen gegangen, haben Abendbrot gegessen und haben den Plan für morgen gemacht.

In den naechsten Tagen haben wir es absolut entspannt angehen lassen, sind noch ein paar mal zum Strand gefahren, haben uns ganz fies verfahren, und am pool rum gelegen. 

Unser zweites Hostel war auch total schoen. Wir waren auf einem Berg in einem eigenen Bungalow mit einem wahnsinnigen blick ueber auf den Ozean mit den Haushunden vor der tuer, die auf uns aufgepasst haben.

Wie wir festgestellt haben, hat der Sonntag hat hier einen ganz besonderen Wert. Die Leute, die wir auf unserem Weg nach Apia gesehen haben, waren alle sehr schick angezogen und waren auf dem Weg in die nächste Kirche. Die ganze Stadt war wie leer gefegt und aus den unzähligen Kirchen hörte man Chorgesang. Überhaupt, hier in Samoa gibt es fast mehr Kirchen als Häuser und auch der Kontrast ist krass, denn neben den total einfachen Holzhütten wirken die Kirchen riesig und edel.
Wir hatten Glück, dass die Leute Leute in der Autovermietung so flexibel waren und uns auch am Sonntag das Auto abgenommen haben, denn wir beide haben uns natürlich keine Gedanken darüber gemacht, was hier Sonntags geht und was nicht. Ohne Probleme haben wir das Auto dann wieder abgegeben und wurden sogar zur Fähre gebracht. Es war richtig nett sich mit einem Samoaner zu unterhalten, der uns nicht die ganze Zeit an macht oder Geld von uns möchte. Wir haben viel, was uns aufgefallen ist angesprochen und auch viele Fragen beantwortet bekommen.

Am Hafen mussten wir dann zwei Stunden warten, bis die Fähre ging. Die Zeit haben wir zum Lesen und Organisieren der nächsten Tage genutzt. Die Fähre war echt ein riesen Dampfer und da der Seegang echt heftig war, waren wir beide froh, dass die Fahrt nach einer knappen Stunde vorbei war. Zehn Minuten später sind wir auch schon bei der dritten Unterkunft angekommen und waren total beeindruckt. Wir hatten eine Fale direkt am Wasser, also echt nur eine Holzhütte mit Bett auf vier Pfosten, wovon zwei im Meer standen. Es gab keinen Sandstrand aber dafür einen großen Steg, auf dem wir super liegen konnten. Das Wasser war auch hier türkis und klar bis auf den Grund.
Das Bad war in einer anderen Hütte und die Zähne haben wir uns unter freiem Himmel im Wald geputzt. Es war echt ein ziemlich cooles Gefühl. Es gab auch kein warmes Wasser, aber das brauchte man bei der Hitze auch nicht. Nur die Mücken waren echt anstrengend. Ich war sofort völlig zerstochen.
Nach einem kleinen Abendbrot sind wir dann auch ins Bett gegangen. Mit Meeresrauschen und den Geräusch von Regen aufdem Dach sind wir auch direkt eingeschlafen.

Da das Frühstück wieder inklusive war, haben wir am morgen erstmal ordentlich reingehauen. Da man das Leitungswasser hier nicht trinken sollte, das Wasser im Restaurant aber viel zu teuer war, sind wir zum nächsten Supermarkt gelaufen und haben uns mit Wasser und Snacks eingedeckt.
Da uns das Hotel so gut gefallen hat, haben wir entschieden auf die Touren, die wir geplant haben, zu verzichten und das Meer dort zu genießen. Außerdem war das billiger. Wir haben uns Kajaks und Schnorchelzubehör im Hotel geliehen und sind losgepaddelt. Zum schnorcheln gab es leider nicht viel, weil das Wasser nicht tief genug war. Ein zwei Fische und das war es dann auch schon. Wir haben es richtig genossen, einfach auf dem Meer zu seinen, die Sonne auf der Haut zu spüren und nichts zu machen. Ich war auch echt froh, dass ich mal nicht Auto fahren musste, (in den letzten Tagen sind schon so 800km zusammen gekommen) und zum Mittag auch mal einen Cocktail trinken konnte. Den Mittag und Nachmittag haben wir wirklich nur auf dem Steg verbracht. Wenn es uns zu heiß wurde, sind wir ins Meer gesprungen und dann haben wir uns wieder hingelegt und uns weiter gesonnt. Wir haben tatsächlich gar nichts gemacht. Ich habe ab und zu Krabben beobachtet, die Viecher sind echt spannend zu beobachten, oder gelesen. Nach dem Abendbrot sind wir auch relativ schnell in Bett, denn so ein Tag nichts tun, ist echt anstrengend. Außerdem kann man hier abends auch nichts machen. Draußen wird man von den Mücken attackiert und langweilig ist es auch, da wir ja fast überall die einzigen Gäste waren. 

 

Um in unser nächstes Hotel zu kommen, hatten wir zwei Möglichkeit. Die erste war ein teures Taxi und die zweite der Bus. Die Busse hier sind quietschbunt, haben verrückte Namen und super laute Musik. Da man sich hier aber auf keinen Fahrplan verlassen kann, sind wir direkt nach dem Frühstück ausgecheckt. Uns wurden dann auch drei Zeiten gesagt, zu denen wir zum Markt gehen sollten und wir haben uns für die früheste entschieden, um den Bus nicht zu verpassen. Also saßen wir um 8:30 Uhr vor dem Markt, um auf 'Lady Samoa' zu warten. 10:30 Uhr war der Bus dann auch da. Ich habe auch durchaus schon in bequemeren Bussen gesessen, da dieser von innen echt komplett aus Holz war. Die Leute kamen mach uns nach und haben super viel Essen mit in den Bus gebracht. Der Markt, vor dem der Bus hielt, ist auf der Insel wahrscheinlich der einzige, sodass die Leute erstmal ordentlich einkaufen gehen, wenn sie schon mal da sind. Nach einer weiteren Stunde sind wir dann endlich los gefahren. Die Fahrt an sich war nicht so spannend, die Musik war sehr traditionell, aber manchmal auch einfach nur ein Lied, dass ich auch kenne, zu einem samoanischen Remix gemacht. Aufregende wurde es nochmal kurz, als der Busfahrer in ein rechts abbiegendes Auto geknallt ist. Da hat der anderen Karre den Blinker abgerissen und auch so die Ladefläche einmal zerstört. Die beiden Fahrer haben sich kurz angeschaut und der ganze Bus hat irgendwas gerufen, dann hat der Busfahrer Gas gegeben und ist weiter gefahren. So word das hier gelöst: der Stärkere gewinnt.
Wir sind aber trotzdem lebend im Hotel angekommen, waren aber froh, nicht mehr auf den Holzbänken sitzen zu müssen.
Unser letztes Hotel ist mit Abstand das teuerste, aber auch das schönste. Wir leben wieder in einer Fale, diesmal direkt am Strand. Aufgrund des Regens mussten wir aber in eine geschlossene umziehen.
Nach einem kurzen Snack haben wir uns die Anlage angeschaut und sind voll zufrieden, es ist wieder absolut traumhaft.
Am abend hat uns das essen total überrascht. Wir haben uns gesetzt und einen Cocktail getrunken, als wir gefragt wurden, ob wir bereit zum Essen sind. Elli und Jenny sind natürlich allzeit bereit, also haben wir uns einen Teller gebracht, und das Zehg darauf war unfassbar lecker. In dem Moment haben wir auch verstanden, warum wir beim Check-in Allergien und Besonderheiten und so angeben sollten, das Abendessen war nämlich inklusive. Das hat uns richtig gut gefallen! Da können wir jetzt abends auch noch ein zweites Getränk gönnen!

Heute sind wir extra früh aufgestanden und hatten super leckeres Frühstück. Direkt nach dem Frühstück sind wir nochmal in Kajaks gestiegen und zu einer Insel gefahren, um dort zu schnorcheln. Der Weg zur Insel war kein Problem, wir sind gut vorangekommen und hatten unseren Spaß. Sehr nice waren die Schildkröten, die wir vor uns schwimmen gesehen haben. Wir sind nicht sehr nah rangekommen, aber wir können sagen, dass wir schon mal frei lebende Schildkröten unterwegs getroffen haben. An der Insel waren wir ein bisschen enttäuscht, weil der Boden total steinig war, sodass man kaum laufen, geschweige denn liegen, konnte. Aber wir sind ja zum schnorcheln gekommen und das haben wir dann auch gemacht. Leider gab es auch hier nicht so super viel zu sehen, also haben wir beschlossen noch um die Insel herum zu fahren. Das erwies sich dann aber als unmöglich, weil der Wellengang richtig hart wurde. Vor uns standen dann plötzlich Meter hohe Wellen, sodass wir durchaus Angst bekommen haben und den Rückweg angetreten sind. Der war auch besonders anstrengend, einfach weil die Wellen uns so krass zurück zur Insel gezogen haben. Nach 2 echt anstrengenden Stunden waren wir wieder im Hotel. Es hat wirklich Spaß gemacht und es tat auch gut, sich mal wieder ein bisschen körperlich zu betätigen, wieder mit einem kühlen Getränk am Strand rum zu liegen, war aber auch ziemlich gut. Nach dem Mittagessen hat sich das Wetter aber ganz schön zugezogen und als es dann anfing zu gewittern, sind wir zurück in unsrer Hütte. Nachdem wir unsere Taschen gepackt haben, haben wir gemütlich gelesen und sind zum Abendessen wieder zum Strand gegangen.

Nach einem letzten Frühstück auf Samoa-Art haben wir uns um 9 Uhr in den Bus gesetzt, der dieses Mal richtig voll wurde. Also habe ich zwischendurch mal gestanden, um meinen Platz abzugeben und Elli hat sogar auf dem Schoß einer Dame gesessen, was hier irgendwie üblich zu sein scheint. Da setzt man sich einfach auf den Schoß von jemanden, den man nicht kennt. Naja, wir hatten auf jeden Fall was zu lachen.
Da wir am Hafen dann noch zwei Stunden Zeit hatten, sind wir nochmal über den Markt gelaufen und haben etwas getrunken. Um 14 Uhr haben wir die Fähre genommen. Das war nicht schön. In meinem ganzen Leben hatte ich noch keine Seekrankheit, aber bei dem Wellengang war selbst mir echt schlecht, von Elli, die mit Reisekrankheit immer zu kämpfen hat, möchte ich gar nicht erst anfangen. Dazu kam, dass es richtig heftig zu regnen begonnen hat, sodass es auch noch irgendwie schwül wurde und die Luft echt eklig war. Nach der Stunde waren wir echt froh, von dem Schiff runter zu kommen. Mit dem Bus sind wir dann zum Flughafen gefahren, weil wir bei dem Wetter nicht wussten, was wir noch machen sollten. Also haben wir von 15-22 Uhr am Flughafen gewartet, noch ein paar Souvenirs gekauft, gelesen und geschlafen, bis dann um 22:15 unser Flug nach Auckland ging. Zurueck in Neuseeland habe ich mich ploetzlich so zu hause gefuehlt, dass ich richtig froh war, wieder hier zu sein, zurueck im Frienz-Hostel, mit all den Chaoten, die ich 10 Tage lang doch irgendwie vermisst habe. 

 

 

19.3.16 12:22, kommentieren

Mal ein paar Bilder

Der Strand in Piha

Piha

 

Der wunderschoene Strand von Piha

Der Wasserfall in Piha

 

Der Wasserfall in Whangarei

 

 

Der Wasserfall in Whangarei

Meine Lieblingsmenschen: Elli, Ana und ihr Freund Sashe (von der Arbeit) und meine kolombianische Schoenheit Dani

Die Waffel war soooo pink, ich war nicht so ganz sicher, ob ich das mag

 

Der Blick auf Waiheke Island


Auckland kurz vor einem heftigen Gewitter


 Party in Auckland

 

Der Long Beach in Russell


 Meine Maedels

 

 

26.2.16 10:30, kommentieren

Letzter Halt: Kaitaia

Da unser Plan, hoch ans Cape Reinga zu fahren nicht geklappt hat, haben wir unseren letzten Tag dazu genutzt nur in der Sonne zu liegen. In Kaitaia konnte man auch tatsächlich nichts anderes machen. Und am Mittwoch sind wir dann wieder in den Bus gestiegen und 6 Stunden in Richtung Auckland gefahren. Busfahrten in Neuseeland sind nicht so super angenehm, weil die Straßen echt ziemlich mies sein können. Es ist extern kurvig, es geht oft steil bergab oder bergauf und die Straßen sind schmal. Das eine oder andere Mal hatte ich schon das Gefühl, der Bus könnte schnell umkippen. Ist er aber nicht und so konnte ich die Schönheit Neuseelands nochmal richtig genießen. Dieses satte Grün ist echt unglaublich. In Auckland angekommen, fühlte es sich an wie zu Hause. Wir kennen jeden Weg, die Straßenmusiker und die Ampelschaltung, auch hier im Hostel war es wie immer. Da wir nicht wieder den ganzen Tag in Auckland rumsitzen wollten, haben wir uns kurzer Hand ein Auto gemietet und sind an den Surferstrand Piha gefahren. Ich bin das erste Mal im Linksverkehr gefahren und musste mich richtig konzentrieren, zumal der Weg nach Piha besonders fies war. Ich war echt froh, endlich angekommen zu sein. Und wie! Ich glaube Piha war mit dem dunklen aber ganz feinen Sand, den Bergen und Felsen, den Meter hohen Wellen und dem blauen Wasser der schönste Ort, an dem ich bisher in meinem Leben war. Ich konnte mich an diesen schäumenden Wellen echt nicht satt sehen. Das hat die stundenlange Autofahrt echt entschuldigt. Wir haben dann erstmal ganz entspannt gefrühstückt und den menschenleeren Strand genossen. Zwischendurch, wenn die Wellen nicht ganz so aggressiv waren, sind wir schwimmen gegangen oder haben die Surfer beobachtet. Als es um die Mittagszeit zu heiß wurde, sind wir los gewandert und sind zu einem Wasserfall gelaufen. Der Weg dahin führte durch einen Teil Regenwald mit einer krassen Geräuschkulisse. Die Vögel und Insekten waren so laut, dass man das Gefühl hatte, irgendwo wird ein Band abgespielt. Der Wasserfall war dann nochmal ganz anders als der in Whangarei und meiner Meinung durch die verschiedenen Stufen auch noch schöner!Gegen 17 Uhr sind wir dann wieder zurück nach Auckland gefahren, um noch zwei Freunde abzuholen und uns gemeinsam den Sonnenuntergang über der Skyline anzuschauen. Wenn wir schon mal ein Auto hatten, wollten wir das auch ganz ausnutzen. Also haben wir ein paar Bier und für mich eine Cola geholt und sind an den nächsten schönen Strand gefahren. Auch das hat sich total gelohnt, denn wir haben über das Meer auf Auckland geschaut und die Sonne langsam verschwinden sehen. Auch ein paar schöne Fotos konnten wir machen.Fix und fertig sind wir dann gegen 10 Uhr abends wieder im Hostel gewesen. Für mich war das Autofahren nach so langer Zeit echt anstrengend, aber auf dem Rückweg war der Linksverkehr schon völlig normal, das Einparken war dann aber doch nochmal eine Herausforderung. Ich bin dann echt nur noch tot ins Bett gefallen. Es war ein richtig toller Tag, den ich auch nicht so schnell vergessen werde!Heute haben wir dafür nichts gemacht und das Hostelleben richtig genossen.

26.2.16 09:10, kommentieren